Aus dem Leben eines Hobbyfilmers
Ich bin 63 Jahre und komme aus Limburg an der Lahn. Das Medium Videofilm hat mich schon immer begeistert.
Angefangen habe ich mit einer VHS-Kamera im Jahre 1978. Geschnitten wurde auf einem Videorecorder, der unter dem Fernseher stand. Mensch war das spannend!
Harte Schnitte, einen nach dem anderen, bis man Blasen am Zeigefinger hatte vom Drücken der Start-Stopp-Pause Tasten. Aber großen Spaß hat es gemacht.
Die Ansprüche wurden größer und eine S-VHS Kamera von Panasonic musste her. Jetzt konnte man mit einem „Amiga 1000“ und einem „Genlock“ und der Software „Scala“ Titel und Abspänne aufs Videoband stanzen. Selbst Nachvertonen und Hintergrund- musik war nun problemlos möglich.
Durch einen sehr guten Freund bekam ich meine erste Schulterkamera.
Eine Panasonic NV-M9500, ein komplettes Schnittstudio mit 2 U-Matic Maschinen, einem Studio S-VHS-Mischer, ein Tonmischpult und einem S-VHS Studioaufnahme-Recorder. Was war das für ein erhebendes Gefühl vor drei Monitoren am Mischpult zu sitzen und die Maschinen über das Mischpult zu bedienen.
Noch heute habe ich die Geräusche von startenden und bremsenden Kopftrommeln, von sich öffneten und schließenden elektronischen Schaltern, die tief im Inneren des silbernen Gehäuses des Mischpultes ihren Dienst versahen.
Gerade hatte ich mich in mein System eingearbeitet und war glücklich und froh alles zu beherrschen.
Und wieder änderten sich die Zeiten. Analog war out und digital in. Mini DV war das Zauberwort. Nun drängten auch die Computer auf den Markt. Videoschnitt wurde auch mit dem PC möglich.
Von einem Fachhändler ließ ich mir eine solche Kiste zusammenbauen. Mit einer Schnittkarte „Fast AV-Master“ und mit der Schnittsoftware Media Studio Pro 5.2 von Ulead. Mein Arbeitsgerät war jetzt eine Canon XM 1 Mini DV, die mich nie enttäuscht hat.
Mit großer Erwartung, gut eingewiesen holte ich meinen PC und stellte ihn zu Hause auf. Mein Freund Günter hatte schon Videoaufnahmen gemacht und es sollte der Film „Wo kommen die Seesterne her“ geschnitten werden. Was soll ich sagen.... Nichts funktionierte und eine große Enttäuschung machte sich breit. UnzähligeTelefonate mit meinem Fachhändler folgten bis die Drähte glühten.
Wann immer ich ihn brauchte, ist er bei mir zu Hause aufgetaucht und hat mir geduldig mit seinem Rat zur Seite gestanden, was sich bis heute nicht geändert hat. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle einmal recht herzlich bedanken. In dieser Zeit habe ich einen Satz verinnerlicht:“ Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut“. Irgendwann hatte ich es endlich gerafft und meine ersten Filme entstanden.
„Die Erbacher Eisenbahnbrücke“ und „Soldatenfriedhof El Alamein“.
Da mein damaliger Chef auch Vorsitzender im Filmklub Westerburg war, ergab sich
die Möglichkeit, meine ersten Werke einmal in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Zwei Silbermedaillen hatte ich mit meinen beiden Filmen gewonnen. Ich war happy.
Auch der Film über die Seesterne meines Freundes Günter, er hatte mittlerweile auch ein Schnitt- PC, hat damals den Publikumspreis bekommen.
Noch am selben Tag bin ich dem Filmclub Westerburg und dem BDFA beigetreten.
Es folgten die Filme: "Natura", "Im Reich der Steine", "Der Berg der Kreuze" und "Gegen das Vergessen", die alle bei den Landesfilmfestspielen des BDFA Silber gewonnen haben.
Den Filmclub Westerburg gibt es in dieser Form heute nicht mehr, was eigentlich schade ist. Ich bin jetzt Einzelmitglied im BDFA und bei den Eurofilmern. Was es bringt, kann ich noch nicht sagen. Was ich sagen kann ist, das ich nie wieder einem geführten Club beitreten werde. Bei all diesem Stillstand.
Die Technik machte keinen Halt und nun sprach man von High Definition Video, kurz HDV. Was nun folgt, kann sich wohl jeder denken.
Von einem Fachhändler :-)
Heute kann ich sagen, dass ich mein HDV- Equipment beherrsche und toll damit klar komme. Ich kann all denen sagen, die mit dem Gedanken spielen, mit diesem schönen Hobby anzufangen, es zu tun. Gründe gibt es genug. Sei es die Familie, der Sport oder Dokumentationen des Vereinslebens.
Aus diesem Grund wird der eine oder andere mit diesem schönen und anspruchsvollen Hobby beginnen
und es, wenn auch mit großem Zeitaufwand zu tollen Ergebnissen bringen.
Ratschläge möchte ich hier keine erteilen, denn jeder sollte sich selbst an das neue Hobby herantasten.
Außerdem ist das Internet voll von diversen Artikeln, über die sich trefflich diskutieren ließe.
Aristoteles sagte: "Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut".
Und genauso werde ich es halten.
Angefangen habe ich mit einer VHS-Kamera im Jahre 1978. Geschnitten wurde auf einem Videorecorder, der unter dem Fernseher stand. Mensch war das spannend!
Harte Schnitte, einen nach dem anderen, bis man Blasen am Zeigefinger hatte vom Drücken der Start-Stopp-Pause Tasten. Aber großen Spaß hat es gemacht.
Die Ansprüche wurden größer und eine S-VHS Kamera von Panasonic musste her. Jetzt konnte man mit einem „Amiga 1000“ und einem „Genlock“ und der Software „Scala“ Titel und Abspänne aufs Videoband stanzen. Selbst Nachvertonen und Hintergrund- musik war nun problemlos möglich.
Durch einen sehr guten Freund bekam ich meine erste Schulterkamera.
Eine Panasonic NV-M9500, ein komplettes Schnittstudio mit 2 U-Matic Maschinen, einem Studio S-VHS-Mischer, ein Tonmischpult und einem S-VHS Studioaufnahme-Recorder. Was war das für ein erhebendes Gefühl vor drei Monitoren am Mischpult zu sitzen und die Maschinen über das Mischpult zu bedienen.
Noch heute habe ich die Geräusche von startenden und bremsenden Kopftrommeln, von sich öffneten und schließenden elektronischen Schaltern, die tief im Inneren des silbernen Gehäuses des Mischpultes ihren Dienst versahen.
Und wieder änderten sich die Zeiten. Analog war out und digital in. Mini DV war das Zauberwort. Nun drängten auch die Computer auf den Markt. Videoschnitt wurde auch mit dem PC möglich.
Von einem Fachhändler ließ ich mir eine solche Kiste zusammenbauen. Mit einer Schnittkarte „Fast AV-Master“ und mit der Schnittsoftware Media Studio Pro 5.2 von Ulead. Mein Arbeitsgerät war jetzt eine Canon XM 1 Mini DV, die mich nie enttäuscht hat.
Mit großer Erwartung, gut eingewiesen holte ich meinen PC und stellte ihn zu Hause auf. Mein Freund Günter hatte schon Videoaufnahmen gemacht und es sollte der Film „Wo kommen die Seesterne her“ geschnitten werden. Was soll ich sagen.... Nichts funktionierte und eine große Enttäuschung machte sich breit. UnzähligeTelefonate mit meinem Fachhändler folgten bis die Drähte glühten.
Wann immer ich ihn brauchte, ist er bei mir zu Hause aufgetaucht und hat mir geduldig mit seinem Rat zur Seite gestanden, was sich bis heute nicht geändert hat. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle einmal recht herzlich bedanken. In dieser Zeit habe ich einen Satz verinnerlicht:“ Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut“. Irgendwann hatte ich es endlich gerafft und meine ersten Filme entstanden.
„Die Erbacher Eisenbahnbrücke“ und „Soldatenfriedhof El Alamein“.
Da mein damaliger Chef auch Vorsitzender im Filmklub Westerburg war, ergab sich
die Möglichkeit, meine ersten Werke einmal in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Zwei Silbermedaillen hatte ich mit meinen beiden Filmen gewonnen. Ich war happy.
Auch der Film über die Seesterne meines Freundes Günter, er hatte mittlerweile auch ein Schnitt- PC, hat damals den Publikumspreis bekommen.
Noch am selben Tag bin ich dem Filmclub Westerburg und dem BDFA beigetreten.
Es folgten die Filme: "Natura", "Im Reich der Steine", "Der Berg der Kreuze" und "Gegen das Vergessen", die alle bei den Landesfilmfestspielen des BDFA Silber gewonnen haben.
Den Filmclub Westerburg gibt es in dieser Form heute nicht mehr, was eigentlich schade ist. Ich bin jetzt Einzelmitglied im BDFA und bei den Eurofilmern. Was es bringt, kann ich noch nicht sagen. Was ich sagen kann ist, das ich nie wieder einem geführten Club beitreten werde. Bei all diesem Stillstand.
Die Technik machte keinen Halt und nun sprach man von High Definition Video, kurz HDV. Was nun folgt, kann sich wohl jeder denken.
Von einem Fachhändler :-)
Heute kann ich sagen, dass ich mein HDV- Equipment beherrsche und toll damit klar komme. Ich kann all denen sagen, die mit dem Gedanken spielen, mit diesem schönen Hobby anzufangen, es zu tun. Gründe gibt es genug. Sei es die Familie, der Sport oder Dokumentationen des Vereinslebens.
Aus diesem Grund wird der eine oder andere mit diesem schönen und anspruchsvollen Hobby beginnen
und es, wenn auch mit großem Zeitaufwand zu tollen Ergebnissen bringen.
Ratschläge möchte ich hier keine erteilen, denn jeder sollte sich selbst an das neue Hobby herantasten.
Außerdem ist das Internet voll von diversen Artikeln, über die sich trefflich diskutieren ließe.
Aristoteles sagte: "Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut".
Und genauso werde ich es halten.
H.N.